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Sicherheit macht Schule

und das schon seit 27 Jahren

BARMER GEK übergibt Starter-Kit an den Schulsanitätsdienst des Quenstedt - Gymnasiums in Mössingen am 30.11.2016.

Jeder neu gegründete Schulsanitätsdienst (SSD) bekommt seit Oktober 2005 einen gut ausgestattete Erste-Hilfe-Tasche von der Barmer GEK gesponsert. Dieses "Starter-Kit" enthält u.a. eine mit allen erforderlichen Verbandsmaterialien gefüllte Schulsanitätsdienst-Tasche. Auch eine Warnweste und jede Menge nützliches Informationsmaterial, das Lust auf den Erste-Hilfe-Dienst machen soll ist dabei. "Wir wollen nicht nur einen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und Unfallverhütung leisten. Auch das Gemeinschaftsgefühl und soziale Engagement in der Schule kann so gestärkt werden", erklärt Ralf Böll, Regionalgeschäftsführer der BARMER GEK Tübingen die Beteiligung seiner Kasse an dieser Aktion.

Nun ist der SSD am Quenstedt-Gymnasium aber schon so alt, dass er bald sein 30 jähriges Bestehen feiern kann. Die Schule gehörte vor gut 27 Jahren zu den 12 Pilotschulen in Baden Württemberg, in denen der Schulsanitätsdienst - damals von Christoph Herrmann - ins Leben gerufen wurde. So lange besteht auch schon die enge Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz bzw. dem DRK Kreisverband Tübingen. Somit wird die Tasche quasi "nachgeliefert".

Die Grundidee des Schulsanitätsdienstes ist allerdings schon deutlich älter. Bereits 1925 war das Jugendrotkreuz in Schulen vertreten. Und dies hatte damals wie heute seine guten Gründe:
Im Bundesdurchschnitt erleidet etwa jede/r elfte Schüler/in einen Schulunfall. "In so einem Fall muss schnell gehandelt werden. Unwissenheit und Unsicherheit bei der Erste-Hilfe-Leistung führen häufig dazu, dass entweder gar nicht oder zu spät geholfen wird", weiß Andrea Koch vom Jugendrotkreuz im DRK-Landesverband Baden-Württemberg. Dem will die Kampagne „Schulsanitätsdienst“ entgegenwirken. Denn: In vielen Fällen könnte den Verletzten vor Ort schneller geholfen werden, wenn in der Schule sofort ein Erst-Helfer da wäre. "Durch die Ausbildung zum Schulsanitäter werden die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt, für eine sachgerechte Versorgung des Verletzten am Unfallort zu sorgen. Darüber hinaus lernen sie Verantwortung zu übernehmen", so Koch.

Zu der Erste-Hilfe-Ausbildung der SSDler gehört nicht nur Theorie. In praktischen Demonstrationsübungen werden realistische Unfallsituationen nachgestellt, in denen die Erst-Helfer ihr neu erworbenes Wissen gleich anwenden können.
Die aktuell 15 aktiven Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter des Quenstedt-Gymnasiums leisten Pausendienste und versorgen darüber hinaus Verletzungen bei Schulveranstaltungen, wie z.B. Jahnkampf, Tanzveranstaltungen und SMV Partys, sowie bei schulübergreifenden Veranstaltungen wie z.B. Umweltspielen und Steinlachpokal.

Um über den SSD hinaus Schülerinnen und Schülern die Erste Hilfe den Jüngeren näher zu bringen, nimmt das Quenstedt Gymnasium, sowie zahlreiche weitere Schulen, an der Aktion "Löwen retten Leben" teil. Nach dem Prinzip "Prüfen-Rufen-Drücken" lernen die Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse die vereinfachte (aber nicht minder Effektive) Reanimation.

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Kategorie: Tagebuch
Veröffentlicht am 30. November 2016