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Kletterausfahrt 2018

Die Hände voller weißem Magnesia-Pulver; der Druck der Kletterschuhe, die einem Halt geben an noch so kleinen Felsvorsprüngen; um die Hüfte ein Gurt der bei jeder Bewegung klimpert vor lauter Karabiner; und an dem Gurt das Seil, in das man all sein Vertrauen steckt. Die Unterarme sind verkrampft und das Herz klopft, eine Mischung aus Euphorie und Panik  aber man will es bis ganz oben schaffen! Also kämpft man weiter, gräbt seine Finger in kleine Felsrisse so lange, bis man endlich beim letzten Karabiner ankommt. Wenn man das geschafft hat, zahlt sich die ganze Mühe aus. Es erwartet einen ein Ausblick, wie sie ihn sonst nur die Vögel zu sehen bekommen. Denn, wendet man den Blick ab von der Felswand, die meistens nur etwa zehn Zentimeter vom Gesicht entfernt ist, sieht man die Baumwipfel, Täler und Flüsse von oben und weit in der Tiefe unter einem der Kopf seines Kletterpartners.

Das alles durften wir jeden Tag am eigenen Leib spüren, als wir Schüler der Kletter-AG gemeinsam mit Herrn Hüttenmeister und Frau Friedriszik in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien nach Frankreich fuhren. Die beiden hatten einen schönen, kleinen Campingplatz für uns gefunden, direkt an einem Fluss und in der Nähe des französischen Städtchens „Baume-les-Dames“. Dort lebten wir dann eine Woche und fuhren jeden Tag zu nahegelegenen Klettergebieten. Einige von uns waren noch nie an echtem Felsen geklettert, für diejenigen war diese Erfahrung überwältigend. Aber auch alle anderen wurden sehr gefordert und machten im Laufe der Tage deutliche Fortschritte.

Und auch dann, wenn wir einmal nicht meterweit in der Luft an einem Felsen hingen, waren wir ein lustiger Haufen. Wir gingen zusammen einkaufen, kochten, wuschen ab und saßen oft bis tief in die Nacht zusammen, lachten und spielten Spiele.

Nicht zu vergessen war außerdem ein weiterer wichtiger Teil der Gruppe, nämlich Ronja, Herr Hüttenmeisters Hündin. Sie begleitete uns während der Tage überall hin, zog es allerdings vor, während alle anderen am Klettern waren, sich unterhalb des Felsens in den Schatten zu legen und alles im Stillen zu beobachten (oder sich in altem Fisch zu wälzen, sodass der Geruch auch nach zwei Shampoo-Einheiten noch nicht verschwunden war). Insgesamt kann ich im Namen aller, die dabei waren, sprechen, wenn ich sage, dass unsere Kletterausfahrt nach Frankreich fünf wirklich unvergessliche Tage waren!

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Kategorie: Tagebuch
Veröffentlicht am 30. Juli 2018