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Bericht zur SchülerAkademie

Deutsche Schülerakademie, was ist das überhaupt? Das habe ich mich gefragt, als ich über das Quenstedt von dieser Initiative zur außerschulischen Förderung leistungsbereiter Schülerinnen und Schüler der Oberstufe erfahren habe.
Schülerakademien finden während der Sommerferien in ganz Deutschland statt und bestehen aus sechs Kursen mit jeweils 16 Teilnehmenden, die gemeinsam in intensiver Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Fragestellungen ein fachspezifisches Thema auf universitärem Niveau erarbeiten. Ich hatte mich für eine zwölftägige Schülerakademie in Papenburg, also ganz im Norden Deutschlands entschieden. Vor meiner Abreise war ich allerdings etwas skeptisch, denn zwölf Tage am anderen Ende von Deutschland können ziemlich lang werden, wenn man niemanden kennt und nicht weiß, ob man sich mit den Leuten dort überhaupt versteht. Jetzt kommen mir diese Befürchtungen völlig unbegründet vor, denn auf der Akademie waren alle sehr offen und so entwickelte sich unglaublich schnell eine enge Gemeinschaft, in der man jeden zu jeder Zeit um Hilfe bitten konnte.
Die Zeit in Papenburg wurde für mich zu 12 unvergesslichen, erlebnisreichen Tagen. Für die fünfstündige tägliche Kurseinheit hatte ich mir den Kurs mit dem Titel „Damit du weißt, wo dir der Kopf steht – Woher Zellen wissen, welcher Platz im Organismus ihnen zusteht“ ausgesucht, in dem wir uns unter anderem damit beschäftigten, warum unsere Beine nicht aus dem Kopf wachsen, sondern da, wo sie hingehören. Zu diesem Thema habe ich zusammen mit einer anderen Teilnehmenden einen Dokumentationstext (siehe unten) verfasst, denn Ziel der Akademie war es auch, uns eine Einführung in wissenschaftliche Methoden, also auch das Verfassen wissenschaftlicher Texte, zu geben. Zwischen den Kurseinheiten gab es eine riesige Vielfalt an kursübergreifenden Aktivitäten (KüAs), die von Teilnehmenden für Teilnehmende gestaltet wurden, beispielsweise eine Philosophie-KüA, einen Kammerchor, Sport-KüAs, verschiedene Sprach-KüAs, darunter Arabisch, Koreanisch, Altgriechisch, Hebräisch. Hinzu kamen mathematische Vorlesungen z.B. über die Unendlichkeit, oder höhere Dimensionen bis spät in die Nacht. So konnte man viel voneinander lernen und es war toll zu sehen, wie viele Leute sich in den von mir veranstalteten KüAs fürs Jonglieren oder für Kiswahili begeistern ließen.
Insgesamt kann ich sagen, dass ich noch nie so viel auf einmal gelernt habe, wie in diesen 12 Tagen. Damit meine ich nicht nur das biologische Wissen und die wissenschaftlichen Präsentations- und Dokumentationstechniken, sondern vor allem die kulturellen und sozialen Erfahrungen, die ich in Papenburg machen durfte. Ich habe in dieser Zeit nicht nur sehr interessante Personen aus der ganzen Welt, sondern auch mich selbst besser kennen gelernt und Kontakte geknüpft, die wahrscheinlich das ganze Leben halten.

Dokumentation von Chiara und Lisa.pdf

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Kategorie: Tagebuch
Veröffentlicht am 21. August 2018