Die Debatte ist eröffnet!
Eindrucksvoller Erfolg der Schüler*innen des Quenstedt-Gymnasiums bei Jugend debattiert 2024/25
Nach dem beeindruckenden Schulfinale von Jugend debattiert im Dezember ging es für die QG -Siegerinnen und -Sieger im Februar in die nächste Runde: Mia Nipken, Ina Kiefer und Clara Schneiderhan (alle 9d) stellten sich auf regionaler Ebene der Debattenherausforderung in der Altersgruppe I. Außerdem traten Dorothea Hägele (10c) und Jan Ruoff (10a) in der Altersgruppe II an.
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Los ging’s am Nachmittag des 18. Februar in der Tübinger Geschwister-Scholl-Schule, wo sich die Leistungsträgerinnen und -träger aus den Jahrgangsstufen 10 und J1 des Regionalverbunds Oberer Neckar versammelten. Zu diesem Verbund zählen zum Beispiel auch die Gymnasien in Tübingen, Rottenburg und Nagold. Bereits die kurze Phase, in der die Debattanten sich zum Beispiel in Bezug auf ihre Kernargumente, Diskussionsstrategie etc. kurzschließen durften, war spannend und herausfordernd. Denn die Ankunft einzelner Debattanten verzögerte sich, so dass zum Beispiel Jan sich erst kurz vor Beginn der gemeinsamen Debatte mit seinem Diskussionspartner austauschen konnte. In zwei Debattenrunden zu den Themen „Soll ehrenamtlich Engagierten ein staatlicher Zuschuss zum Führerschein gewährt werden?“ und „Sollen extreme Parteien von Diskussionsrunden ausgeschlossen werden?“ diskutierten Dorothea und Jan jeweils auf verschiedenen Positionen mit wechselnden Kontrahenten. Durch diese Variation soll gewährleistet werden, dass faire Chancen bestehen und dass die Kompetenz eines jeden Teilnehmenden angemessen in der Gesamtbewertung berücksichtigt wird. Die Jury, bestehend aus zwei Lehrkräften und zwei Mitgliedern aus der Schülerschaft der teilnehmenden Gymnasien, legte nach reiflicher Überlegung ihre Bewertung von Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft der einzelnen Teilnehmenden fest und gab individuelle Rückmeldungen zu Gelungenem sowie zu einer Weiterentwicklungsperspektive. Am späten Nachmittag wurden die Ergebnisse verkündet: Dabei erfuhr Jan Ruoff, dass er die Jury überzeugen konnte und als zweitbester Debattant aus den Qualifikationsrunden hervorging. Auch Dorothea landete auf den vorderen Plätzen und war eingeladen, sich als Nachrückerin für das Finale bereitzuhalten – für den Fall, dass einer der vier Finalistinnen und Finalisten nicht antreten könnte. Am darauffolgenden Nachmittag traten die drei Vertreterinnen des QG in der Altersgruppe 1 – Mia Nipken, Ina Kiefer und Clara Schneiderhan - gegen die Schulsiegerinnen und -sieger aus anderen Gymnasien unseres Regionalverbunds an. Organisatorisch gesehen verlief der Nachmittag am Kepler-Gymnasium in Tübingen gleich wie die Qualifikationsrunden am Vortag, allerdings setzten sich die Debattanten mit anderen Themen auseinander: Sie fragten sich in der ersten Debatte, ob das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten werden soll, und diskutierten in der zweiten Runde über die Frage „Sollen Dialekte in der Schule unterrichtet werden?“. Als Mitglieder der Jury trugen aus unserer Schule Alina Masic und Helene Wagner (beide 9b) zur Ergebnisfindung bei. Außerdem sorgten zahlreiche weitere Schülerinnen und Schüler auch aus unserer Schule für ein wohlwollendes Publikum und echte Wettbewerbsatmosphäre. Am Ende hat es zwar nicht für eine Platzierung im Regionalfinale gereicht, aber Mia erreichte einen sehr respektablen Platz im besten Drittel. Dies ist ein Ansporn, im nächsten Jahr wieder teilzunehmen. Schon wenige Tage später, am Freitag, dem 21.Februar, hieß es für Jan, sich im Finale – wieder im Tübinger Kepler-Gymnasium – zu beweisen. Trotz äußerst kurzer Vorbereitungszeit gelang es ihm, sich beim Thema „Sollen Städte und Gemeinden verpflichtet werden, Maßnahmen gegen Einsamkeit zu ergreifen?“ durchzusetzen und als Zweiter aus dem Wettbewerb hervorzugehen. Dies bedeutete, dass er nach einem dreitägigen Siegerseminar, in dem die Kunst des Debattierens mit anderen Regionalsieger*innen vertieft wurde, bei den Landesqualifkationsrunden erneut antreten konnte. Aus ganz Baden-Württemberg reisten dazu am 21. März rund 80 Schüler*innen mit ihren Lehrkräften und Fans aus der Schule in Stuttgart an. Für Jan in der Altersgruppe II lauteten die Themen: „Sollen Straßen, Brücken und Plätze, deren Namen einen militärischen Bezug aufweisen, umbenannt werden?“ und „Soll die Zahl öffentlich-rechtlicher Fernseh- und Radioprogramme reduziert werden?“ Dass bei so vielen Teilnehmer*innen die Konkurrenz groß ist, versteht sich von selbst, zumal alle bereits auf mehreren Ebenen Sieger*innen waren. Wir alle gratulieren Jan Ruoff zu seinem großen Erfolg und wünschen uns, dass er im kommenden Jahr die Mühe und Konkurrenz nicht scheuen und erneut bei Jugend debattiert antreten wird. Es ist eine große Freude zu sehen, dass der Wettbewerb in der Schülerschaft des Quenstedt-Gymnasiums auf breite Resonanz trifft. Er überzeugt uns umso mehr, als wir seine förderliche Wirkung auf die Ausdrucksfähigkeit unserer Schüler*innen deutlich wahrnehmen.